Bier Brauerei in Klausen Südtirol Italien Gassl-braeu
Wasser, Malz, Hopfen und Hefe sind die Grundstoffe des Bieres. Weiches
Quellwasser aus Klausen wird mit frisch geschrotetem Gersten – und teilweise
mit Weizen-Malz in der Sudpfanne vermischt. In dieser so genannten Maische
lösen sich nun die Inhaltsstoffe des Malzes, Zucker und verschiedene
aromatische Substanzen. Sie geben dem Bier einen Großteil seines Charakters.
Gerstenkörner haben Hüllen, die so genannten Spelzen. Im Brauprozess dienen
sie der Filtration. Spelzen um Spelzen fügen sich im Läuterbottich zu einer
Filterschicht, dem Treberkuchen. Die Würze fließt durch ihn hindurch und
„läutert“ sich, das heißt sie wird gereinigt. Als Würze bezeichnet man die
zuckerhaltige aromatische Lösung, den Ausgangsstoff des späteren Bieres.
Wieder in der Sudpfanne wird Hopfen zugegeben und kräftig gekocht.
Man könnte das Bier auch ohne Hopfen brauen, ihm jedoch verdanken wir den
frischen Geruch und den leicht bitteren Geschmack, die das Bier seit
Jahrhunderten auszeichnen. Hefe sind Pilze, die den Zucker der Würze zu
Alkohol und prickelnder Kohlensäure vergären. Die Hefe verträgt es nicht zu
kalt und schon gar nicht zu heiß. So gilt es, den Sud, der beim Kochen 100°
C erreicht, mit dem Plattenkühler auf erträgliche 10 bis 20° C herunter zu
kühlen.
Während der Hauptgärung im Gärbottich setzt die Hefe in 3 bis 5 Tagen fast
den gesamten Zucker um. Neben Alkohol und Kohlensäure entstehen dabei aber
auch verschiedene Nebenprodukte, die dem „Jungbier“ eine unerwünschte
Geschmacksnote verleihen.
In gekühlten Lagertanks werden diese Stoffe abgebaut. Drei bis fünf Wochen
lagert das Bier bis zu seiner Reife.
Über spezielle Ausschanktanks oder aus Fässern wird das Bier stets frisch
gezapft.